Immobilie verkaufen
Immer öfter bieten Kunden Ihre Immobilie selbst zum Verkauf an.
Getreu dem Ebay-Motto: “123 meins” soll die eigene Immobilie
morgen schon einem anderen gehören. Aber ist der eigene
Immobilienverkauf wirklich so einfach wie der Verkauf des alten
Surfbretts? Meistens leider nicht. Hier listen wir Ihnen die sieben
häufigsten Fehler auf, die beim privaten Immobilienverkauf entstehen
könnten und wie Sie diese vermeiden können. Oder informieren Sie
sich ausführlich wie man seine Immobilie bestmöglich verkauft.
Die häufigsten Fehler beim privaten
Immobilienverkauf:
Fehler 1: Ich fange einfach an, meine Immobilien
zu verkaufen
Viele Eigentümer stürzen sich in das Abenteuer Immobilienverkauf
ohne genau zu wissen, was sie erwartet. Dabei gäbe es viele Fragen
im Vorfeld zu klären, z.B. Wann ist der beste Verkaufszeitpunkt? Wie
lange wird der Verkauf dauern? Wie löse ich mein bestehendes
Darlehen ab? Wann sollte ich eine neue Immobilie kaufen und wie
organisiere ich zeitlich und finanziell den Übergang? Wie ist der
beste Verkaufspreis erzielbar? Was werden Käufer fragen? Welche
juristischen Fallen lauern?
Und so weiter und sofort.
Eines
sollte klar sein: die eigene Immobilie ist der in der Regel
größte Vermögensgegenstand. Jeder kleine Fehler kann sehr viel
Geld kosten.
Fehler 2: Ich kenne den Wert meiner Immobilie!
Jeder Eigentümer weiß, was er einmal für seine Immobilie
bezahlt hat und was er seither noch an Geld reingesteckt hat. Nicht
selten ist das die Basis für die eigene Preisvorstellung: “Was ich
bezahlt habe, möchte ich auch wieder raus haben.”
Aber:
diese Preisvorstellung muss nichts, aber auch gar nichts mit dem
erzielbaren Preis zu tun haben. Der tatsächliche Preis kann darüber
oder darunter liegen.
Er wird nur durch das Angebot und die Nachfrage im Moment des
Verkaufsprozesses bestimmt. Den erzielbaren Preis vorherzusagen, ist
gar nicht so einfach. Dafür ist sehr viel Erfahrung erforderlich und
sehr viel Wissen über die Faktoren, die den Wert einer Immobilie
beeinflussen.
Bei der Immobilienbewertung lohnt es sich, einen amtlichen Gutachter hinzuziehen.
Fehler 3: Einen Makler brauche ich zum Immobilie
verkaufen wirklich nicht!
In der Tat haben viele Menschen Ihre Immobilie schon ohne Makler
verkauft.
Aber: die entscheidende Frage sollte nicht
lauten, ob man eine Immobilie selbst verkaufen kann, sondern wie man
sie zum besten Preis verkaufen kann ohne dabei selbst zu viel Zeit,
Mühe und Geld zu investieren.
Die Erfahrung zeigt, dass ein professioneller und engagierter
Makler eine große Hilfe sein kann und sein Geld wert ist. Er nimmt
eine professionelle
Wertermittlung vor, erstellt ein
aussagekräftiges Exposé, bewirbt die Immobilie, organisiert
Besichtigungen, ist telefonisch gut erreichbar, führt die
Verkaufsverhandlungen durch, bereitet den Kaufvertrag vor, hilft bei
Problemen, trägt die Vermarktungskosten und erhält nur im
Erfolgsfall ein Honorar.
Fehler 4: Ein Anzeige aufgeben kann ich selbst.
Viele Privatverkäufer setzen die Immobilie einfach mal in die
Zeitung oder ins Internet und schauen, was passiert.
Allerdings:
wer den Preis zu hoch ansetzt, erzeugt nur eine geringe Nachfrage.
Die Immobilie wird zum Ladenhüter. Wer den Preis dagegen zu niedrig
ansetzt, verschenkt unnötig Geld.
Ein weiteres Problem: Privatverkäufer wollen in der Vermarktung
häufig Geld sparen und wählen nur einen Vermarktungsweg oder eine
Vermarktungsplattform. Sieht ein potentieller Kaufinteressent das
Angebot nicht, verliert der Eigentümer unter Umständen Geld.
Vielleicht hätte gerade der Interessent den besten Preis bezahlt.
Fehler 5: Die Immobilie zu zeigen, kann nicht so
schwer sein.
Und wer könnte das nicht besser als der Eigentümer selbst?
Allerdings: Kaufinteressenten haben häufig einen
ganz anderen Blickwinkel auf die Immobilie als Eigentümer.
Interessenten fragen sich z.B. mit welchen Kosten eine Änderung des
Grundrisses möglich wäre, was eine Wärmeisolierung kosten würde,
etc.
Nicht selten kommen Kaufinteressenten mit langen Fragekatalogen.
Eigentümer sind darauf nicht immer vorbereitet und berichten vor
allem über Punkte, die sie selbst wichtig finden. Und manchmal
verschweigen sie Dinge, die sie lieber erwähnt hätten (z.B.
versteckte Mängel, die zu Schadensersatz führen können).
Fehler 6: Wieso verhandeln, ich sage, was ich
haben will!
Nicht allen Eigentümern ist klar: Kaufinteressenten wollen immer
einen Verhandlungserfolg haben. Ein Eigentümer muss sich genau
überlegen, bei welchem Interessenten er an welcher Stelle, um wie
viel nachgeben kann und möchte (z.B. „die Einbauküche lasse ich
drin, wenn wir dafür nächste Woche zum Notar gehen“).
Verhandlungen erfolgreich zu führen, hat etwas mit Erfahrung zu
tun. Makler können bei Verkaufsverhandlungen sehr hilfreich sein.
Sie können zwischen Verkäufer- und Käuferinteressen eine Balance
finden und eine Mittlerrolle einnehmen, die ein Eigentümer selbst
nicht ausfüllen kann.
Fehler 7: Für den Kaufvertrag gibt es doch den
Notar.
In der Tat ist es die Aufgabe eines Notars, einen
Kaufvertragsentwurf zu machen und den Eigentumsübergang
sicherzustellen.
Nur: der Kaufvertrag soll die zwischen Verkäufer
und Käufer getroffenen Vereinbarungen widerspiegeln. Da der Notar
nicht bei den Verhandlungen dabei war, müssen die mündlichen
Vereinbarungen noch in eine juristische Form gebracht werden. Ein
Eigentümer sollte wissen, welche Punkte er wie in einem Vertrag
berücksichtigt wissen will (z.B. soll der Kaufpreis angezahlt
werden? Sollen Mängel im Kaufvertrag erwähnt werden bzw. welche?
Wann soll der wirtschaftliche Übergang erfolgen, etc.).
Noch Fragen?
Kontaktieren Sie
Rainer E. Plinge
M. 0160 9492 89 22
Quelle: Immobilienkauf24